
Heutige Autos gleichen mehr und mehr Computern auf Rädern. Sie sind mit Bordcomputern wie Raumschiffe ausgestattet, die dem Fahrer Komfort und Entertainment bescheren sollen. Gleichzeitig ergibt sich durch so viel Technik im Auto aber auch ein Problem: Die Fahrer sind oftmals einfach nur überfordert. Das beweist auch eine Studie der Sachverständigenorganisation DEKRA, nach der rund 77 Prozent aller befragten Autofahrer Schwierigkeiten mit den elektronischen Geräten angaben. An der Umfrage haben insgesamt 1700 Autofahrer aus ganz Deutschland teilgenommen. 40 Prozent befürchten zudem, dass zu viel Technik beim Autofahren ablenken würde. In diesem Zusammenhang zeigt sich, dass Frauen der Technik im Auto kritischer gegenüber stehen als Männer. Bei ihnen sind es 46 statt 37 Prozent, die zu viel Schalter und Knöpfe für eine Gefahr halten. Geht es nach dem Alter der Befragten, kämpfen Jung und Alt etwa mit den gleichen Problemen.
im Speziellen kritisieren die Gegner von zu viel Auto-Technik beispielsweise das Navigationssystem. 12 Prozent halten die Bedienung für zu kompliziert. 13 Prozent haben Probleme mit dem Multifunktionshebel und 11 Prozent kommen mit der Handhabe der Telefon- und Audioanlage nicht klar. So kommentierte Dr. Peter Ramsauer, Bundesverkehrsminister, dieses Ergebnis: “Während der Fahrt gilt: Finger weg vom Handy oder vom Navigationsgerät. Die Aufmerksamkeit gehört der Straße.”
Natürlich kann die moderne Technik auch gerade vor gefährlichen Situationen und Unfällen schützen. Diese Funktion schätzen auch viele der Befragten. 78 Prozent sagten, dass sie von den Vorteilen wie einfaches Fahren und Sicherheit überzeugt seien. 27 Prozent konnten sogar berichten, dass sie die Technik bereits in kritischen Situationen geschützt habe. Geht es um den zusätzlichen Komfort, den die Technik ermöglichen kann, wünschen sich vor allem die Fahrer bis 25 Jahren ein Auto mit mehr Möglichkeiten.