Welche Urlaubsversicherungen braucht man tatsächlich?

Die Deutschen sind ein Volk, was gerne mit dem Auto in den Urlaub fährt, auf das Gefühl von unabhängiger Mobilität möchten nur wenige verzichten. Deshalb wird entweder gleich der eigenen PKW mitgenommen, oder wenn das nicht möglich ist, sich vor Ort, auf Mallorca zum Beispiel, ein Auto gemietet.

Viele Versicherungen wittern in dieser Tatsache ein gewinnbringendes Geschäft, und bieten zusätzliche Versicherungen für den Urlaub an, die aber manchmal völlig unnötig und teilweise sogar unsinnig sind.

Aus den 1980er Jahren zum Beispiel ist die sogenannte Mallorca-Police übrig geblieben, die gegen Aufpreis die eigene Versicherung ergänzen kann. Die Police hatte in den 1980er Jahren den Sinn, eine unter Umständen fatale Versicherungslücke zu schließen. Damals war der gesetzlich vorgeschriebene Mindestversicherungsschutz in vielen Ländern noch so gering, dass in Falle eines Unfalls das Verkehrsopfer nicht angemessen hätte entschädigt werden können. Das hätte dann dazu führen können, dass der Mitbeteiligte mit seinem eigenen Geld den restlichen Schaden hätte bezahlen müssen. Inzwischen hat sich die Lage aber drastisch geändert. Der Mindestversicherungsschutz hat sich in den meisten Ländern deutschen Verhältnissen angepasst,  die Standards sind vereinheitlicht worden. Ein Beispiel ist Spanien: Dort lag der Betrag für Personenschäden vor zehn Jahren noch bei maximal 350.000 Euro, inzwischen liegt die Summer bei 70 Millionen Euro.

Doch die Mallorca-Police ist nicht die einzige Versicherung, die überflüssig ist. Die meisten Versicherungen bieten zum Beispiel einen Schutz gegen Erdrutsche, Vulkanausbrüche und Lawinen. Fährt man jedoch nicht durch den Dschungel oder zu nah an den Eyjafjallajok in Island, sind diese Szenarien eher unwahrscheinlich.

Noch irrsinniger ist die sogenannte Havarie-Grosse-Risiko-Versicherung. Hat man dieses Zusatzpaket bei seiner Versicherung abgeschlossen, ist man dagegen geschützt, dass das Auto von der Fähre fällt. Auch diese Szene ist eher schwer vorstellbar.

Ein vernünftiger Autoschutzbrief dagegen sollte auf keienr Reise fehlen, wenn man sie mit dem eigenen Wagen unternimmt. Es gilt also, bei den Versicherungne nicht die Realität aus den Augen zu verlieren.

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