
Der 1. März war ein Tag wie jeder andere, zumindest fast. Tage zuvor wurde in der riesigen Facebook-Gemeinde zum Tank-Boykott aufgerufen. So viele wie möglich sollten es an diesem Tag unterlassen, ihr Fahrzeug zu tanken, um so ein Zeichen zusetzen und sich gemeinsam gegen die ausufernde Preiserhöhung an der Zapfsäule aufzulehnen. Der Erfolg der Aktion war mäßig. Zum Teil auch deshalb, weil – wie so oft – sich schnell Gegengruppen bildeten, die darauf hinwiesen, dass dieser Boykott kaum etwas bringen würde, weil man ja zum einen dann am nächsten Tag tanken müsste und zum anderen viele einfach auf das Auto angewiesen sind. So oder so: was derzeit an den Tankstellen betrieben wird, kann nur als Abzocke bezeichnet werden. So teuer war Tanken noch nie und ein Ende des Preiswahnsinns scheint noch lange nicht erreicht zu sein. Obwohl die Rohöl-Preise kaum steigen, steigen die Sprit-Preise unaufhörlich. Und so bleibt dem gezwungenen Autofahrer nur eine Möglichkeit: Spritsparen!
Experten vom ADAC, Auto Club Europa (ACE) und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) geben regelmäßig Vorschläge, wie man trotz der hohen Kraftstoffpreise Geld sparen kann. Grundsätzlich wird dazu geraten an sogenannten “Discount-Tankstellen” zu tanken, die in der Regel 2 bis 4 Cent pro Liter günstiger sind. Und qualitativ hat man dort keine Einschränkungen. Zudem sollte man sein Auto wenn möglich in ländlichen Regionen befüllen. Dort liegen die Preise durchschnittlich immer unter den Städtischen.
Allein aus Sicherheitsgründen sollte der Reifendruck regelmäßig überprüft werden und ggf. erhöht werden: 0,5 bar über Herstellerempfehlung kann eine Ersparnis von bis zu drei Prozent bringen. Dazu ist eine gemäßigte Fahrweise ohne ständigem Gas-Bremse-Wechsel spritsparend. Ein großen effekt erzielt man auch beim Fahren im niedrigen Drehzahlbereich unter 2000 Umdrehungen pro Minute. Schon ab 50 km/h kann man bedenkenlos in den höchsten Gang schalten.