
Greg Ballard ist nicht nur ein ambitionierter Politiker, sondern der zugleich der Bürgermeister der zwölftgrößten Stadt der USA: Indianapolis. Die Hauptstadt des Bundesstaates Indiana war bis zum Jahr 2008 als alljährlicher Austragungsort eines Formel-1-Rennens bekannt und weniger für seine Umweltfreundlichkeit. Nun profiliert sich die Großstadt genau in diese Richtung und zwar mit ambitionierten Zielen hinsichtlich der urbanen Mobilität.
Eine Vision von nachhaltiger Unabhängigkeit
Bis zum Jahr 2025 sollen alle städtischen Fahrzeuge, ausgenommen Polizeiwagen, gegen Elektroautos oder Plug-In-Hybride getauscht werden. Die neue Flotte soll unter anderem dafür sorgen, dass der Steuerzahler pro Fahrzeug 12.000 US-Dollar spart, über die Dauer von 10 Jahren. Dieser Wandel soll bewältigt werden, indem jedes Jahr ungefähr 50 Wagen des städtischen Fuhrparks durch welche der neuen Generation ersetzt werden. Das zweite Ziel, das laut Bürgermeister Ballard erreicht werden soll, sei die Unabhängigkeit der Stadt von den unsicheren Öl-Märkten.
Der Wandel ist angestoßen
So sind die 500 städtischen PKWs lediglich als ein erster Schritt in die angestrebte Richtung zu verstehen. In absehbarer Zeit soll auch die Polizei-Flotte ausgetauscht sowie schweres Gerät wie Schneeräum-Maschinen oder Feuerwehrwagen durch gasbetriebene Fahrzeuge ersetzt werden. Außerdem soll die Zahl der Aufladestationen von derzeit bereits stattlichen 200 Stück in den nächsten Jahren deutlich steigen. Indianapolis als Vorbild für nachhaltige Mobilität, wer hätte das geahnt?