Schon lange setzte die Automarke Jaguar, die ansonsten eher eine sehr pointierte und nicht ausufernde Modellpolitik bekannt ist, auch auf das System Dieselmotor. Bei diesem Aggregat ist es mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass auch ein Jaguar mit Diesel ein durchaus attraktives Fahrerlebnis bietet und so ist es kein Wunder, dass Jaguar auch auf dem europäischen Markt stetig reüssieren kann. Dabei schätzen die Kunden insbesondere die modernen Antriebe und innovativen Technologien der Marke, die genau in dieses Marktsegment zielt, um dort die bestehende Nachfrage zu bedienen beziehungsweise auch eine ansteigende Nachfrage zu generieren. Dieses Konzept umfasst auch die Erweiterung der Modellpalette XF, XJ und XK, auf welche bereits eine Modellstudie auf der IAA im September einen Ausblick geben soll.
Da Downsizing aktuell ein populäres Thema ist, ging dieser Trend auch an Jaguar nicht vorbei und so wurde der XF mit vier statt bisher sechs Zylinder konstruiert. Neben diesem 2,2 Liter-Vierzylinder mit 190 PS umfasst das Portfolio bei Dieselaggregaten noch weiterhin den 3,0-Sechszylinder mit wahlweise 240 oder 275 PS. Kombiniert werden diese Motoren in Serie mit einer Achtstufen-Automatik von ZF sowie einer Start-Stopp-Automatik.
Dabei beträgt die Preisdifferenz zwischen dem V4-Turbodiesel und dem V6 circa 5000 Euro und der erste Eindruck beim Fahren bestärkt durchaus den Eindruck, dass ein potentieller Interessent, der auf das Prestige eines V6 verzichten kann, durchaus mit einem V4 ähnlich gut bedient ist. Insbesondere in den Bereichen Leistungsentfaltung und Effizienz weiß der Vierzylinder-Diesel vollkommen zu überzeugen. Dies konnte Jaguar ganz konkret dadurch in der Praxis nachweisen, dass unabhängige Testfahrer für eine Fahrt vom Produktionswerk in Birmingham nach München lediglich eine Tankfüllung von 64 Liter benötigten, was einem Durchschnittsverbrauch von in dieser Klasse atemberaubenden 4,9 Litern auf 100km entspricht.