
Die Zukunft der Formel 1 wird grün: Schon seit längerem arbeitet der Auto-Weltverband FIA an einer neuen Formelserie für Elektroautos, der Formel E. Dabei handelt es sich um eine eigenständige Rennserie, die 2014 starten soll. Die Formel 1 wird es natürlich auch weiterhin geben, schließlich soll die Fomel E die erfolgreichste Motorsport-Meisterschaft nicht ablösen.
Nur Elektroautos erlaubt
Zehn Teams mit 20 Fahrern sollen in der Formel E gegeneinander antreten – und dabei keinen Tropfen Benzin mehr verbrauchen. Denn auch Hybrid-Autos haben in der Formel E nichts zu suchen, lediglich reine Elektroautos dürfen mitfahren. Damit es mit den umweltfreundlichen Rennen losgehen kann, braucht es natürlich erst ein kräftiges Elektroauto, das auch als Rennwagen taugt. Mit dem Formulec EF 01 wurde bereits ein Prototyp gefunden, im kommenden Jahr soll das Modell perfektioniert werden. Das Elektroauto kommt auf sagenhafte 240 Stundenkilometer – ganz ohne Diesel oder Benzin.
Hybrid-Autos haben in der Formel E nichts zu suchen, lediglich reine Elektroautos dürfen mitfahren.
Sponsoren schon gefunden
Gesponsert wird der umweltfreundliche Rennsport vor allem vom spanischen Milliardär Enrique Banuelos und dem GP2-Teambesitzer Alejansdro Agas, dem ehemaligen britischen Wissenschaftsminister Paul Drayson, der mittlerweile ebenfalls mit einer eigenen Firma in der Sportwagen-Welt aktiv ist, und dem Pionier des E-Motorsports, Eric Bararoux, mit seiner Firma Electric Formula. Doch nicht nur für die Investoren ist der Erfolg des Projekts wichtig, auch der Weltverband des Rennsports will sich mit der neuen Formel E von der Formel 1 unabhängiger machen.

Keine Formel E in Berlin?
Einen kleinen Verlust musste der Elektro-Rennsport allerdings schon hinnehmen. Denn ein grünes Rennen durch die Innenstadt Berlins zu veranstalten, wie es sich die Organisatoren wünschten, kann sich der Berliner Senat beim besten Willen nicht vorstellen. Geplant war ein Rennen auf der Straße des 17. Juni, nun gab es die offizielle Absage wegen Sicherheitsbedenken. Vielleicht hat die Formel E in Metropolen wie Hongkong, Mumbai, Sydney, Kapstadt, Moskau oder Los Angeles mehr Glück. Und hoffentlich treibt der E-Rennsport die grüne Welle und technische Neuerungen auch auf dem normalen Automarkt weiter an.
Bilderrechte: © Formulec
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Ist nur wirklich schade, dass die Formel E nicht in Deutschland fährt. Wo wir doch eigentlich Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energie sind. Auch das mit dem Telefonvoting bezgl. des Zusatz-Boosts wird eine interessante Sache. Ich bin jedenfalls gespannt 😉
Viele Grüße
Markus