Die Zukunft des Automobils und der Städteplanung vereint sich, zumindest im Audi-Ideenwettbewerb “Festival of Ideas vor the New City” im Rahmen des Urban Future Award. Dort wird eine Stadt im Jahr 2030 keine Verkehrsanlagen wie Ampelsysteme mehr benötigen, da Autos automatisch gesteuert werden und dadurch auch keine Beleuchtung mehr erfordern. Das spart Strom und damit auch Geld. Der Insasse kann die Zeit außerdem nutzen, um zu arbeiten, zu kommunizieren oder einfach zu entspannen.
Der Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer verkündet, dass es eine Wende gibt, bei der nicht mehr Autos das Stadtbild beeinflussen, sondern die Strukturen der Städte die Automobile der Zukunft prägen werden. Seit April 2011 arbeiten fünf verschiedene Architektur-Teams an Vorschlägen für einen Umbau von Manhattan. Die bisher visionären Ideen konnten bereits eindrucksvoll in einer Modell-Stadt im Maßstab 1 zu 1.200 vorgeführt werden. Vorgesehen sind darin vor allem mehr Grünflächen, energieneutrale Gebäude und weniger Autos. Die Gebäude sollen ihre Energie über Erdwärme und Solarkraft beziehen, überschüssiger Strom soll Elektroautos aufladen. Etwas realitätsferner dagegen klingen radikale Vorschläge wie die Verlangsamung des Verkehrsflusses und das Ziel eines emissionsfrei und leise fließenden Stroms. Auch die gemeinsame Nutzung aller Verkehrsflächen von Radfahrern, Fußgängern und Elektroautos ist eher eine vage Zukunftsvorstellung. Aber vor einigen Jahren glaubte man auch noch nicht, dass ein Mobiltelefon mal in eine Hosentasche passt, argumentiert Audi-Vorstand Peter Schwarzenbauer. Bisher sind nur Audi und Daimler die einzigen Automobilhersteller, die sich bemühen Städteentwicklung und die Zukunft des Automobils zu verbinden.