
Der Kauf eines Gebrauchtwagen steckt voller Tücken und ähnelt in vielen Fällen eher einem Glücksspiel. Für den Zustand eines Gebrauchten spielen unterschiedliche Aspekte eine wichtige Rolle, die nie vollständig überblickt oder gar durchschaut werden können. Selbst ein Fahrzeug gleichen Modells und Jahrgangs kann trotz ähnlichem Kilometerstand unterschiedlich viel Freude bei den neuen Besitzer hinterlassen. Neben der eigentlichen Verarbeitung des PKW´s, die immer mal wieder variieren kann, spielt der Vorbesitzer und dessen Umgang mit dem Fahgrzeug wohl die entscheidende Rolle.
Nicht immer ist es von Vorteil, wenn es heißt, dass das Auto von einem Rentner und trotz seiner 7 Jahre erst 45.000 Kilometer gefahren wurde. Ständiges untertouriges Fahren kann einem Motor auf Dauer schaden und beim Wechsel zu einem höhertourigen Fahrstil schnell Probleme machen. Auch die Pflege und Wartung des Gebrauchten ist entscheidend für die Langlebigkeit: regelmäßige Ölwechsel und Verschleißteilreparatur vor allem mit Originalteilen in Fachwerkstätten sind zwar kostenintensiver, aber sehr gut für das Fahrzeug und dessen Zustand. Auch Kleinigkeiten haben Einfluss: Welcher Kraftstoff wurde zugeführt? Ist es ein Garagenfahrzeug? Wurde es eher auf längere Strecken benutzt oder ist es ein Stadtauto?
Bei der Besichtigung eines Gebrauchtfahrzeuges sollte man sich nicht von Äußerlichkeiten beeindrucken lassen. Zwar ist es schön, wenn ein Gebrauchter aussieht wie aus dem Ei gepellt und die Reifen aussehen wie neu, wenn das Fahrzeug aber Öl verliert und der Unterboden durchgerostet ist, ist das Vergnügen sehr kurzweilig. Ein Gebrauchter sollte am besten mit einem Fachmann besichtigt oder ihm zumindest vorgeführt werden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Gerade Unfallschäden, die überlackiert wurden, sind für den Laien kaum erkennbar und können erhebliche Sicherheitsmängel darstellen.