
Die Verkaufszahlen der Autobranche erleben gerade einen dramatischen Einsturz. Die Zeit der großen Gewinne scheint sich dem Ende zu nähern. Nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland werden die Einbussen zu verzeichnet.
Im Oktober 2011 machte die Autoindustrie einen Neuzulassungsgewinn von lediglich 0,6 Prozent mehr als im Monat zuvor. Noch vor einigen Monaten war Deutschland im Vergleich zu anderen Auto-Industriestaaten eines der blühenden Sterne auf dem Absatzmarkt, doch nun müssen die Konzerne etwas kleinere Brötchen backen, wenn sie das Boom-Ende gut überstehen möchten. Doch nicht nur die Deutschen kaufen weniger Fahrzeuge, auch der Export befindet sich in keiner guten Lage. Trotzdem ist der Absatzmarkt in Deutschland besonders geschwächt. Seit Anfang des Jahres wurden insgesamt 2,7 Millionen Autos angemeldet.
Die Branche versucht nun alles, um sich wieder zu fangen. So haben sich die langen Lieferzeiten verkürzt. Trotzdem ist der Käufer vorsichtig, denn der Konjunkturabschwung wird erwartet. Große Anschaffungen sind dem zufolge für viele Bürger nicht drin. Die Autoindustrie hat sich jedoch einen Weg überlegt, mit dem sie die Käufer überzeugen möchte. Geplant sind weitere Rabatte, die sich für die Käufer lohnen sollen.
Alleinig der US-Markt scheint noch zu wachsen. Das scheint niemanden zu wundern, denn das Durchschnittsalter der Fahrzeugen erreichen ein Alter von elf Jahren. Dass irgendwann die Autos ersetzt werden müssen, ist klar und vor allem, wenn man sich anschaut, wie wichtig ein eigenes Fahrzeug für den US-Amerikaner ist. Auch bei den konstanten Zahlen scheint die Schuldenkrise in Europa nicht spurlos an den Amerikanern vorbeizugehen, denn viele Bürger fragen sich, welche Auswirkungen das auf sie selbst haben kann?
Bleibt abzuwarten, wie sich die Auto-Branche in den nächsten Monaten entwickelt. Volkswagen scheint sich immer mehr auf die Bedürfnisse der Amerikaner einzustellen, bei denen sie den größten Absatzmarkt vermutet. Zu recht, denn der Absatz stimmt den Autobauern zu.