Es fehlt ja gefühlt jedem Bekannten, und einem selbst natürlich, chronisch am nötigen Kleingeld. Da muss man schon mal Abstriche machen, auf eigentlichen unnötigen Luxus verzichten oder auch mal selber Hand anlegen. Sei es der Schreibtisch Marke Eigenbau, die selbst verfasste Steuererklärung oder eben die Reparatur am eigenen Auto. „Das kann doch nicht so schwer sein“, denken sich viele Hobbybastler und werkeln selbst an ihrem Vehikel herum.
Aber geht das heutzutage überhaupt noch? Früher reichten rudimentäre Technikkenntnisse aus, um den Aufbau eines Ottomotors zu verstehen. Doch in der heutigen Zeit ist das Auto ein hochtechnisiertes Gefährt, nicht umsonst wurde aus dem Automechaniker nun der Ausbildungsberuf Automechatroniker. Ohne Kenntnisse über Verkabelung und Programmierung braucht man die Motorhaube meist gar nicht erst öffnen. Die Fehler liegen nicht mehr beim Keilriemen etc sondern irgendwo tief im Inneren des Autos in der Elektronik, diesen zu finden bedarf eines geschulten Auges.
Nicht einmal ein ausgebildeter KFZ-Mechatroniker findet die Kleinstschäden in der Elektronik mit dem bloßen Auge. Er benutzt eine Software namens On-Board-Diagnose (OBD), diese durchsucht die Elektronik des Autos automatisch und zeigt auf, wo Fehler und Schäden genau lokalisiert sind. Genauer ausgedrückt kontrolliert sie alle abgasrelevanten Systeme, sowie alle elektronischen Steuergeräte. Für Benziner ab dem Baujahr 2000 und Dieselmotoren ab 2003 ist diese Art der Untersuchung sogar Vorschrift.
Diese OBD-Software ist zwar auch im Baumarkt für Laien erhältlich, ob sie diesen aber auch wirklich helfen kann ist nicht gesagt. Die Software sagt einem leider nicht: Da und da liegt der Fehler, mach das und das, sondern gibt die Meldungen in komplizierten Codes aus, die selbst Fachleute meist mittels anderer Softwares erst dechiffrieren müssen. Das Selber-Reparieren ist also nicht mehr so einfach und sicher wie noch vor 20 Jahren. Gehen Sie also lieber zur Werkstatt Ihres Vertrauens.