AMG will bis 2017 acht neue Modelle rausbringen

© falkjohann.com - Fotolia.com
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Viele Käufer von Edel-Autos rümpfen bei dem Wort „Tuning“ die Nase. Sie denken an Opel Manta und Golf GTI, an hormongeladene Jugendliche, die sich Straßenrennen liefern. Ganz anders sieht es, wenn der Markenname AMG fällt. Die Mercedes-Tochter, die sportliche Individualisierungen der teureren Modelle von Daimler anbietet, ist ja schließlich auch etwas ganz anderes, als die proletenhaften Hinterhof-Tuner.

Doch gerade dieses Klassen-Denken will AMG zur Zeit aufweichen. Während sich die Tuner bisher auf Fahrzeuge spezialisiert hatten, die auch innerhalb der Modellpalette zu den teureren und selteneren Stücken zählten, soll nun auch die A-Klasse unter die Zange der Sterne-Tuner.

Klar, dass beim kleinen Stadtauto aus Stuttgart kein V8-Motor mit einem obszönen Hubraum unter die Haube kommen wird. Doch auch aus einen Vierzylinder-Reihenmotor mit zwei Litern Hubraum holt AMG mit der Hilfe eines Turbos beachtliche 340 PS heraus – genug, um den Flitzer auf über 250 km/h zu beschleunigen. Um eine solche Kraft überhaupt noch auf die Straße übertragen zu können, wird der Kleinwagen mit Allrad-Antrieb ausgerüstet werden. Der neue kleine Mercedes wird A45 heißen, und bereits unter 50.000 Euro erhältlich sein. Für ein AMG-Auto ist das ein Niedrigpreis-Rekord, der die Kundenbasis verbreitern soll.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre plant AMG, acht neue Modelle auf den Markt zu bringen. Insgesamt hätte die Firma dann an ihrem fünfzigsten Geburtstag dreißig Baureihen im Programm. Obwohl die Autos des Mercedes-Ablegers als wahre Schluckspechte gelten, hat der Wandel der Zeit auch diesen Hersteller erfasst. So soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß der verkauften Autos bis zum runden Geburtstag auf 200 Gramm pro Kilometer sinken. Das hört sich nach viel an, doch immerhin hat die Mutterfirma Mercedes die Möglichkeit, den Gesamtdurchschnitt durch den Absatz von Elektro-Smarts zu drücken.

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