Protzig: Suzuki Kizashi
Die Japaner haben sich einiges vorgenommen. Eine Mittelklasselimousine für weniger als 30.000 Euro, die trotzdem keine Wünsche offen lassen soll. Und wer solche großen Töne spuckt, der braucht auch das nötige selbstbewusste Auftreten. Suzuki erzeugt das durch eine protzige Karosserie, inklusive riesigen Auspuffblenden und fettem Kühlergrill. Wer hat, der hat. Trotz eines relativ kompromisslosen Sportanzuges bleibt innen aber immer noch genug Platz, um Familie und den Einkauf zu verstauen. Der Kizashi will ja schließlich seiner Aufgabe als Limousine gerecht werden. In der Innenausstattung allerdings ist der Tanz zwischen sportlich und elegant nicht ganz gelungen. Das Cockpit wirkt mit den metallenen Zierleisten und den grob wirkenden Knöpfen und Schaltern ein bisschen unausgereift, der Blick von Fahrer und Beifahrer hat es schwer, in dem Gewirr zur Ruhe zu kommen. Dennoch, die Ausstattung inklusive beheizbarer Ledersitze, Glasdach und Zweizonen-Klimaautomatik gibt sich alle Mühe, einer Limousine gerecht zu werden. Was im Inneren an Ästhetik zu wünschen übrig lässt, wird durch den sportlichen Motor des Japaners wieder wett gemacht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei sportlichen 215 km/h, das Sechsgang-Schaltgetriebe ist knackig und über knapp 8 Sekunden für die Beschleunigung auf 100 km/h kann man auch nicht meckern.