Teure Spritkosten – Besser nachmittags tanken

© Sandor Jackal - Fotolia.com
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Immer wieder steigen die Spritkosten. Selten sieht man eine Tankstelle mit einem geringeren Preis. Es ist mittlerweile undurchsichtig geworden, wann die Preise steigen und wann sie wieder fallen.

So hat der ADAC mit Stichproben an 33 Tankstellen in 11 Städten überprüft, wie die Preisschwankungen zu stande kommen und ob ein Muster ersichtlich ist. Bei den Proben des ADAC kristallisierte sich trotzdem ein Muster heraus. Der Probe zufolge koste der Liter Super E10 abends 2,6 Cent weniger als morgens. Diesel sei am Abend im Schnitt 3,3 Cent günstiger je Liter. Die extremsten Preisaufschläge gebe es nachts. Der größte Unterschied fiel in München mit 12 Cent auf.

Tankstellen wehren sich gegen diese Behauptungen. Sie stehen dem entgegen, dass sie an der Unwissenheit des Kunden zusätzlich verdienen. Eine Sprecherin von Exxon gab zu, dass es zur Zeit deutlich mehr Preisbewegungen und Preisaufschläge gebe, die aber an dem intensiven Wettbewerb der Branche liegen. Die aktuell hohen Preise begründet der Konzern damit, dass die Einkaufspreise für Benzin und Diesel gestiegen sind. Mit rund 1000 Esso-Tankstellen ist Exxon auch in Deutschland vertreten.

Nach ADAC-Präsident Peter Meyer ist dies eine Verwirrungstaktik der Ölkonzerne. Das Preiswirrwarr entstehe, um den Kunden zu verunsichern. So entstehe in dem Kunden eine Gleichgültigkeit und er tanke, weil er tanken muss. So nehme man ihm die Vergleichsmöglichkeiten. Meyer steht dem jedoch entgegen und meint, man müsse klar Stellung beziehen und jederzeit nach einer günstigeren Tankstelle Ausschau halten und diese dann bevorzugen, wenn es eben möglich wäre. Somit gäbe der Verbraucher sein Statement ab und würde der Gleichgültigkeit entgegen treten. Es lohne sich jedoch nicht, einen Umweg zu fahren, um zu einer günstigeren Tankstelle zu gelangen, denn man habe den Preisvorteil nichtmal bei 10 Kilometern wieder raus.

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