
Der Autohersteller BMW war bisher der Inbegriff des Sechszylinder-Motors. Davon will man sich nun abkehren und geht stattdessen mit dem neuen 3er und 5er einen Schritt auf den sparsamen Vierzylinder zu.
Zumindest die besonders dynamischen Modelle gingen bei BMW bislang stets mit Reihensechszylinder einher und waren trotz eher mäßig beachteten anderen Modellreihen, in der Firmenzentrale in Bayern immer vorherrschend. Doch nun wurde dem Konzern ein Sparprogramm auferlegt und das gilt auch für die Motoren, durch die in Zukunft deutlich weniger Kraftstoff fließen soll. Der Vierzylinder soll damit zum wichtigsten Motortyp des Herstellers werden, wie sich bereits bei der Weltpremiere der neuen 3er-Reihe zeigte.
Ausschließlich für die absoluten Spitzenmodelle soll der Sechszylinder mit drei Litern Hubraum noch vorgesehen sein, doch mit Einbußen soll für die Fahrer nicht zu rechnen sein. Modernste Turbobenziner mit Direkteinspritzung und verschiedenen Aufladungen sollen auch in Zukunft für Höchstleistungen sorgen.
Der neue 328d beispielsweise verfügt über ein Triebwerk mit Twin-Scroll-Aufladung, wobei jeweils zwei Zylinder über eigene Kanäle mit Frischluft versorgt, während auf gleichem Wege das Abgas abgeführt wird. So erreicht der Motor ein maximales Drehmoment von 350 Nm und kommt aus dem Stand innerhalb von 5,9 Sekunden auf 100 km/h. Das Ansprechverhalten ist hier deutlich besser und auch der Verbrauch sinkt. Während sein Vorgänger noch mit sechs Zylindern noch 7,2 Litern auf 100 Kilometer verbrauchte, ist beim 328i ein Normzyklus von 6,4 Litern erreicht worden.
Ebenso um zwei Brennkammern leichter, sind beliebte Modelle wie der 525d oder der 528i, der trotz kleinerer Zylinderzahl 245 PS stark ist. Doch erst in Zukunft wird sich zeigen, ob die verringerte Zahl von Brennkammern die Nachfrage der Kunden nicht negativ beeinträchtigt. Denn bisher hatte BMW viel Wert darauf gelegt, den Reihensechszylinder zu feiern und zu umwerben. Und auch die Konkurrenz wartet mit einer Vielzahl von Vierzylinder-Modellen.